Jubiläum: 20 Jahre Jazzahead Bremen
Zum 20. Geburtstag expandiert die Jazzahead Bremen. Zum ersten Mal gibt es eine Clubnight in Bremerhaven.
Von Andree Wächter
Bremen ist wieder der Nabel der Jazz-Welt. Vom 22. bis 25. April findet die 20. Jazzahead statt. Zum Festival mit mehr als 160 Konzerten werden rund 20.000 Besucher erwartet. Wie immer gibt sich der Jazz in Bremen offen: Überschneidungen mit Folk, Soul und Pop, aber auch mit Kammermusik, Metal und Electronica zeigen die Vielseitigkeit der Szene.
Als Geschenk zum 20. Jubiläum gibt es für das Publikum erstmals einen zusätzlichen Clubnight-Abend: am Freitag, 24. April, läuft sie wie gewohnt in Bremen, und am 25. April zusätzlich in Bremerhaven. Dann heißt es wieder: 2 Nächte, 1 Ticket, 45 Clubs.
Jazzahead: Land Bremen wird zum Live-Club
Das ganze Land Bremen wird am letzten April-Wochenende zum Live-Club. Unter dem Motto Connecting Jazz Ports docken entlang der Weser neue Venues an die Jazzahead an, erstmals auch in Bremerhaven. Aus den Partnerstädten Bremens (Danzig, Riga, Groningen) sind Bands rund um den historischen Marktplatz zu erleben, zum ersten Mal auch im St. Petri Dom. Dort eröffnen Pianist Andrii Pokaz aus der Partnerstadt Odessa zusammen mit e.s.t.-Drummer Magnus Öström und das Trio Bach Jazz aus Schweden die diesjährige Clubnight.
Was ist Jazz 2026? Antworten geben die Bands der 38 Showcases, ausgewählt von internationalen Jurys, die in besonderem Maße auch das offene Musikverständnis der jüngeren Szene reflektieren. Zu den Showcase-Höhepunkten aus Deutschland zählen zweifellos das Quintett Expand der Komponistin/Sängerin Sara Decker – eine rein weibliche, international besetzte Band – sowie die energiegeladene Fusion-Band Re:Calamari oder Spoken Word-Jazz-Künstlerin Sorvina.

Das Trio LBT spielt im Ratskeller Bremen während der Jazzahead 2023.
Götz Bühler (Leitung) betonte: „Die Jazzahead baut der hiesigen Szene Brücken in die wichtigsten Jazz-Märkte. Und sie hilft aufstrebenden Internationals, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Erstmals überhaupt werden beim Festival Bands aus dem Tschad und aus Togo auftreten.“ Zum dritten Mal legt die Jazzahead einen Schwerpunkt auf „Jazz from Africa“, darunter die Band von Kossi Mawun aus Togo. Der Voodoo-Drummer war die Entdeckung der Jury. Zuvor hatte er im Off-Programm eines Festivals in Dakar die anwesenden internationalen Programmmacher von Beginn an begeistert.
Als Partnerland bereichert Schweden das Festival mit mehr als 20 ausgesuchten Live-Acts. Zum Auftakt spielt die Norrbotten Big Band beim Grand Opening am 22.04. ein Konzert mit vielen Gästen, darunter schwedische Jazz-Stars und das gefeierte US-Fusion-Duo Knower.
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Daniela Krause