Willkommen in der HiHo-Familie
Limburg war im Udo-Lindenberg-Fieber. Schüler brachten das Musical „Hinterm Horizont“ auf die Bühne der Stadthalle.
Von Andree Wächter
Wann ist ein Schulprojekt erfolgreich und nachhaltig? Antworten auf diese Frage sind meist schwer zu finden. Eine Antwort gaben rund 140 Schüler und Lehrer, die sich auf den Weg nach Limburg gemacht hatten, um dort das Musical „Hinterm Horizont macht Schule“, (HiHo) anzuschauen.
Zum Hintergrund: Im Februar 2025 führten rund 250 Schüler von der Oberschule und des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen dieses Musical im Bremer Metropoltheater auf. Damals waren die Limburger Schüler zur symbolischen Staffelstabübergabe gekommen. Nun erfolgte der Gegenbesuch zur Premiere. Die Idee dazu stammte von Schülern und Lehrern.
Hinterm Horizont: Songs immer noch präsent
Dass die Songs von Udo Lindenberg nach über einem Jahr immer noch präsent sind, dokumentierte die Hinfahrt. Ob im Bus oder bei privater Anreise, zur Einstimmung sangen die Schüler zusammen „Mädchen aus Ostberlin“, „Moskau“ und alle weiteren Lieder des Musicals. So eingestimmt ging es dann ins Theater Limburg. Die Teenager unterstützten die Sänger und Tänzer mit viel Applaus.
Beim Song „Hinterm Horizont“ gingen die Lichter der Smartphones an. Eine Aktion, die weitere Besucher animierte, mitzumachen. Den vermutlich größten Chor Limburgs erlebten sie beim letzten Song „Mach dein Ding“. Die Bruchhausen-Vilsener rockten von ihren Plätzen aus zusammen mit den Limburgern auf der Bühne die Stadthalle.
Diese Unterstützung lobten die Limburger beim anschließenden Meet and Greet, organisiert von den Coaches Arno Köster, Elisabeth Engstler und Noah Fischer. Die Gäste aus der Samtgemeinde fanden viele anerkennende Worte für ihre Nachfolger.

Die Udos aus Limburg und Bremen: (v.l.) Jonathan Ludwig (Limburg), Maxim Behrendt, Karol Kawka (Limburg), Coach Noah Fischer und Leon Wick. Foto: Andree Wächter
Noah Fischer bracht es auf den Punkt: „Die HiHo-Familie ist um die Schüler aus Limburg gewachsen.“ Dass dies nicht nur eine Floskel war, zeigte der Besuch. Anna Jäger meinte: „Es ist ein Teil von uns aufgetreten.“ In Bremen spielte sie die Jessy. Die Limburger Schüler meinten, dass Bruchhausen-Vilsen Vorbild und Motivation für sie war. Bis zur Busabfahrt blieb noch etwas Zeit für Selfies und ein Gespräch unter den Udos, Jessys, weiteren Darstellern und mit den Coaches.
Eine der vielen Stärken des Projektes ist es, dass die Coaches immer offen sind für Neues. In Limburg nahmen Schüler Hinterm Horizont zum Anlass, über das Musical einen Rap-Song aufzunehmen und im Nachgang aufzuführen – dies ist eine andere Form der Nachhaltigkeit.
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Daniela Krause